Langer Weg zum Gewerbegebiet

20. Januar 2012
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Utting will seit Jahren Flächen für Firmen und Handwerker ausweisen

Utting - Seit vielen Jahren sind Gewerbeflächen in Utting Mangelware: Immer wieder äußern örtliche Handwerker und Firmeninhaber dringenden Bedarf, mit ihren Betrieben umzusiedeln, um expandieren zu können. 2007 fasste der Gemeinderat daher den Beschluss, das bestehende Gewerbegebiet nördlich des Orts nach Süden hin zu erweitern, und fällte den Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan. Inzwischen sind viereinhalb Jahre vergangen. Nur vorübergehend tauchte das Sulzfeld als vermeintliche Alternative auf, bis die Altlasten dort alle Wunschträume platzen ließen. Länger blockierte der anvisierte Bau eines Geothermiekraftwerks den Planungsfortschritt, bis der Betreiber sich vor einem Jahr dann doch auf einen potenziellen Standort im Westen Uttings festlegte.

In der jüngsten Sitzung stellte nun Planer René Karnott seinen Entwurf für das künftige Firmengelände zwischen Industrie- und Landsberger Straße vor. Am Hang westlich des Wohngebiets am Moosgraben stehen insgesamt 4,2 Hektar Fläche zur Verfügung - einschließlich einem Hektar Grün- und Straßenflächen. Karnott hat das Gewerbegebiet in acht Einheiten unterteilt, für die jeweils eigene Grundflächen und Höhengrenzen gelten sollen. Das Gefälle und die Nähe zu den Wohnhäusern stellen aber nicht die einzigen problematischen Aspekte dar; in den Bebauungsplan müssen zudem noch ökologische Ausgleichsflächen aufgenommen werden.

Auch wenn der Gemeinderat den Entwurf einstimmig billigte - bis zum Baubeginn sind noch viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen, sagt Bürgermeister Josef Lutzenberger auf Nachfrage. Vor allem gelte es, die Grundeigentümer unter einen Hut zu bekommen, denn das Gewerbegebiet soll im ‘freiwilligen Umlageverfahren’ entstehen: Die Flächen bleiben wie bisher in privater Hand; die einzelnen Eigentümer müssen Planungskosten, Erschließung und Ausgleichsflächen anteilig bezahlen, können aber dafür ihre Parzellen selbst verkaufen. Doch wenn nur einer der rund 20 Grundbesitzer nicht mitzieht, sei die gesamte Planung hinfällig, sagt Lutzenberger: ‘Ich bin mir nicht sicher, ob da jeder Hurra schreit.’ Deshalb will er zunächst formlose Absichtserklärungen der Eigentümer einholen, bis er die Aufträge für weitere Detailplanungen erteilt. In der Folge können Grünzonen, Straßen und Ausgleichsflächen konkret festgelegt werden, die dann als Grundlage für ein Immissionsgutachten dienen.

Armin Greune

Quelle Verlag Süddeutsche Zeitung
Datum Donnerstag, den 19. Januar 2012
Seite 4

Weihnachts- und Neujahrsgrüße

25. Dezember 2011
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Liebe Leser, Freunde und Uttinger Bürgerinnen und Bürger,
die Freie Wähler Gemeinschaft wünscht Ihnen allen ein besinnliches Weihnachstfest und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2012.

Tagesordnung Gemeindratssitzung 08.12.2011

03. Dezember 2011
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Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Donnerstag, den 08. Dezember 2011
um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus statt.

Tagesordnung

1.Bürgerfragestunde

2.Geothermievorhaben Utting
a) Vorstellung der Überprüfung der Lärmgutachten durch die Firma Accon, Greifenberg
b) Kurzes Statement von Herrn Schneider von der Firma Chrystal Geotechnik zur Geologie im Bereich des Bohrplatzes
c) Weiteres Vorgehen

3.Umwandlung des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung Ammersee-West in ein Kommunalunternehmen
Hier: Unternehmenssatzung

4.Antrag der Agenda 21, Arbeitskreis Dorfgemeinschaft auf Ankauf von Bildern aus der Ausstellungsreihe „Künstlergespräche“ im Bürgertreff „17 & Wir“

5.Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Stellplatz in der Jahnstraße 12

6.Antrag auf Verlängerung der befristeten Baugenehmigung zum Neubau einer Wetterschutzhalle mit Foliendach in der Achselschwanger Straße 5

7.Bauantrag zum Neubau einer Doppelhaushälfte mit Doppelgarage Im Gries 8a

8.Bauanatrag zum Neubau einer Doppelhaushälfte mit zwei Wohneinheiten und Carport Im Gries 8b

9.Antrag auf Bauvorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Keller in der Seeholzstraße 12, 12a

10.Antrag auf Bauvorbescheid zur Errichtung eines Wohngebäudes in der Maria-Theresia-Straße 10

11.Antrag auf Bauvorbescheid zum Neubau eines Zweifamilienhauses mit Doppelgarage Am Moosgraben 15c und 15d

12.Bauantrag für die Änderung eines bestehenden Wohnhauses;
hier: Überdachung einer bestehenden Terrasse im Johann-Keller-Weg 2

13.Bauantrag für den Umbau eines bestehenden Wohnhauses in der Seestraße 15a;
hier:    - Fassadenänderung im Dachgeschoss
- Neubau einer Außentreppe
- Außenisolierung des Dachgeschosses
- Schaffung einer 2. Wohneinheit mit Stellplatz
- Aufmauerung der Garage, Abnahme des Dachstuhls

14.5.Änderung und Gesamtüberarbeitung Flächennutzungsplan Gemeinde Finning;
Hier: Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB

15.Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Waldaweg für das Grundstück Flurnummer 2639, Waldaweg 16

16.Stellungnahme der Gemeinde Utting zu Änderungen in der Denkmalliste

17.Haushaltsentwurf 2012 für den Kinderhort der Arbeiterwohlfahrt

18.Anfragen und Mitteilungen an den Gemeinderat

Vertagt: Fragen an den Denkmalschutz bleiben offen

21. November 2011
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Uttinger Gemeinderat wundert sich über Umbau und Erweiterung einer Villa auf geschütztem Gebäude

Von Stephanie Millonig und Gerald Modlinger

Utting - Etliche Fragen hat die Änderung an der Denkmalliste in Bayern in der jüngsten Uttinger Gemeinderatssitzung aufgeworfen. Drei Änderungen sind jetzt in der Gemeinde geplant: Zum einen soll das Prinzregent-Luitpold-Denkmal am Seefelderhofberg in die Liste der Boden- und Baudenkmäler aufgenommen werden. Die Gemeinde hatte das Denkmal im Vorfeld des 100. Jahrestags seiner Errichtung im Jahr 1911 saniert und der Gemeinderat freute sich jetzt, dass das Landesamt für Denkmalpflege diesem Monument den amtlichen Schutz zubilligen will.

Verwundert war man jedoch über die Streichungen der Villa in der Eduard-Thöny-Straße 29 sowie des Seefelder Hofs. „Von dem Gebäude steht ja fast nichts mehr“, äußerte sich Franz Wegele (GAL) verwundert darüber, was das Landratsamt an Umbau und Abriss an der Villa in der Eduard-Thöny-Straße zugelassen habe. Auch Martina Grunow (FWG) kritisierte, dass ein immenser Umbau erlaubt worden sei. Sie forderte, „dass man sich aufs Landratsamt verlassen können muss, dass ein Denkmal auch geschützt wird.“ Verwaltungsleiterin Melanie Rotter merkte an, dass man in der Behörde möglicherweise bei der Aktualisierung der Denkmalliste darauf gestoßen sein könnte, dass die Villa ihre Denkmaleigenschaften verloren hat.

Einst ein bekannter Architekt in München

Bei ihrer Unterschutzstellung in den 1970er Jahren wurde folgende Beschreibung gegeben: „Landhaus; zweigeschossiger Walmdachbau mit rückwärtigem Loggienanbau von Wilhelm Schilling 1888, Umbau von W. Stiegler 1908, erneuter Umbau von Wilhelm Hollweck und Oswald Eduard Bieber 1921.“ Bieber war in der ersten Jahrhunderthälfte ein bekannter Architekt in München, unter anderem plante er das Verwaltungsgebäude der Münchener Rückversicherung in der Königinstraße (1911/13), war an der Planung der Borstei beteiligt und plante das evangelische Landeskirchenamt in der Katharina-von-Bora-Straße (Meiserstraße) in München. Die Villa in der Eduard-Thöny-Straße präsentiert sich derzeit in natura nach einem Eigentümerwechsel ohnehin eher als große Baustelle denn als Baudenkmal. Über die Frage, ob die derzeit laufenden Baumaßnahmen genehmigungsfähig sind, hatte es zwischen der Mehrheit des Gemeinderates und dem Landratsamt Meinungsverschiedenheiten gegeben. Dabei ging es jedoch vor allem um die Bewertung der Lage im Außenbereich und Landschaftsschutzgebiet. Eine 2009 eingereichte Bauvoranfrage sah eine Vergrößerung der Grundfläche durch zwei Anbauten um rund 45 Quadratmeter vor, außerdem ein Nebengebäude mit rund 120 Quadratmetern. Dann wurden noch eine Tiefgarage und eine Badegelegenheit beantragt. Erst als das Landratsamt andeutete, die Bauwünsche als genehmigungsfähig zu betrachten, erteilte der Gemeinderat mehrheitlich sein Einvernehmen.

Irreparable Beschädigungen

Bei der am 11. Februar 2011 erteilten Baugenehmigung spielte die Frage des Denkmalschutzes übrigens gar keine Rolle mehr. Bereits damals stand die sogenannte Nikolaus-Villa nicht mehr unter Schutz, so die Auskunft von Viktor Klaus, dem zuständigen Juristen im Landratsamt. Der frühere Eigentümer hatte bereits 2007 mit dem Landesamt über eine Aufhebung des Schutzstatus verhandelt. Dies sei dann auch nach einem Augenschein der Fachbehörde geschehen, weil bereits „irreparable Beschädigungen“ an der Denkmalsubstanz vorhanden gewesen seien: So hätte der ursprüngliche Parkett und die historischen Türen gefehlt, konnte das Landratsamt einem Schreiben des Rechtsanwalts des nachfolgenden Eigentümers entnehmen.

Die Streichung des Seefelder Hofs (in der Denkmalliste bisher beschrieben als „Gasthof; stattlicher zweigeschossiger Satteldachbau, im Kern Mitte 19. Jahrhundert“) nahm Klaus Richter (CSU) aufs Korn: Er wollte wissen, ob man auf ein denkmalgeschütztes Haus einfach eine Mobilfunkanlage hätte bauen dürfen, wie dies dort geschehen sei. Richter erinnerte daran, dass die Gemeinde die Mobilfunkanlagen aus dem Dorf haben wolle und man beim Denkmalschutz vielleicht einen Hebel ansetzen könne. Die Gemeinden sollen zu der derzeitigen Überarbeitung der Denkmalliste ihre Stellungnahmen abgeben.Die offengebliebenen Fragen zu den beiden Bauwerken, denen die Schutzwürdigkeit aberkannt werden soll, sorgten letztendlich dafür, dass der Uttinger Gemeinderat dazu erst einmal keine Stellungnahme abgab und den Tagesordnungspunkt erst einmal vertagte.

Landsberger Tagblatt, 21.11.2011

Tagesordnung Gemeinderatssitzung am 17.11.2011

17. November 2011
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Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Donnerstag, den 17. November 2011
um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus statt.
  

Tagesordnung  

1.Bürgerfragestunde  

2.Brücke Im Gries

Vorstellung der Planung  

3.Geothermievorhaben Utting

Vorstellung des Erschütterungsgutachtens durch die Firma Accon, Greifenberg  

4. Antrag auf Baugenehmigung zur Sanierung und Umbau des Wohnhauses mit Laden und Einbau eines Ausstellungsraums unter bestehendem Vordach in der Schondorfer Straße 4  

5.Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Holzhausen-West, Am Weitlesberg

Hier: Schaffung eines weiteren Bauraumes  

6.Klimaschutzkonzept für den Landkreis Landsberg am Lech

Teilnahme der Gemeinde Utting am Ammersee  

7.Stellungnahme der Gemeinde Utting zu Änderungen in der Denkmalliste  

8.Jahresrechnung 2010  

9.Anfragen und Mitteilungen an den Gemeinderat

Seebühne in Not

31. Oktober 2011
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Nach zwei Spielzeiten mit schwierigen Wetterumständen sind die Rücklagen geschrumpft. Gemeinde will mit Bürgschaft helfen

Von Renate Greil

Utting - Die Seebühne Utting befindet sich zum ersten Mal seit ihrem Start im Jahr 1997 in einer „schwierigen Situation“ – und zwar was die finanzielle Seite angeht. Ihr Leiter Florian Münzer hat deshalb die Gemeinde um einen Zuschuss in Höhe von 20000 Euro gebeten, um im kommenden Jahr wieder eine neue Produktion auf die Beine stellen zu können. Der Gemeinderat lehnte dies ab, es wurde lediglich eine Ausfallbürgschaft über 10000 Euro in Aussicht gestellt.

Wie Münzer schriftlich gegenüber der Gemeinde ausführte, müsste die Hälfte der Produktionskosten für eine Spielzeit, das sind etwa 30000 Euro, vorfinanziert werden. Das regnerische und kalte Wetter während der diesjährigen Theatersaison habe aber ein Defizit von etwa 8000 Euro verursacht. Auch die Mehrung der angesetzten Spieltage habe nicht das erwünschte Ergebnis gebracht. Derzeit habe der Verein nur mehr 6000 Euro an Vermögen. Das sei zu wenig für die Vorauslagen, daher bat der Verein um einen Zuschuss von 20000 Euro.

Wie Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) berichtete, sei das Gesuch der Seebühne bereits im Finanzausschuss besprochen worden. Dort war man der Meinung, dass man der Seebühne eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 10 000 Euro gewähren könne, eine entsprechende Abrechnung vorausgesetzt.

Horst Schnappinger (CSU) würdigte die Seebühne als touristische und kulturelle Attraktion, die sich bis jetzt selbst finanziert habe. Er sah es als eine Verpflichtung der Gemeinde an, hier Gelder bereitzustellen. Helmut Schiller (SPD) führte auch die in diesem Jahr erweiterten Lärmschutzmaßnahmen als Teuerung zusätzlich zum schlechten Wetter an. Elisabeth Reinhart (Ländliche Wählergemeinschaft) sagte hingegen, dass sie mit einem Zuschuss ein Problem habe, denn bei den anderen Vereinen „haben wir den Zuschuss gestoppt“. Dies sah auch Peter Noll (GAL) als problematisch an und verteidigte den im Finanzausschuss erarbeiteten „Kompromissvorschlag“. Er äußerte die Hoffnung, dass die Ausfallbürgschaft nicht in Anspruch genommen werde. Sabine Kaiser (GAL) empfahl der Seebühne, sich Sponsoren zu suchen.

Einstimmig billigte das Gremium den Vorschlag des Finanzausschusses für eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 10 000 Euro.

Wie Florian Münzer von der Seebühne gegenüber dem LT sagte, sahen das diesjährige Stück „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ etwa 3800 Besucher. Neu war für ihn in diesem Jahr, dass auch Aufführungen wegen Kälte abgesagt werden mussten. „An einem Abend hatte es nur neun Grad“, sagte er. Dies sei für die Laiendarsteller in den leichten Kostümen zu kalt gewesen. In manchen Jahren seien es bis zu 5000 Besucher gewesen, sagte Münzer. Die heuer vom Landratsamt geforderten Lärmschutzauflagen hätten etwa 4000 Euro an Mehrkosten verursacht. Das gute finanzielle Polster des Vereins sei durch das hohe Defizit im letzten Jahr mit 24000 Euro und dem neuerlichen Defizit in diesem Jahr stark zusammengeschmolzen.

Spendenaufruf im November

Die Entscheidung der Gemeinde wertete Münzer als „ermutigendes Signal“. Er hofft auch, dass von den Spendern und Förderern der Seebühne noch mehr Unterstützung kommt. Einen Spendenaufruf werde es im November geben. Derzeit seien noch viele Überlegungen im Gange, wie die Seebühne weitermachen kann. „Es ist im Moment alles auf dem Prüfstand“, sagte er.

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